HEJ MALMØ


Aufgewachsen in Europa, sämtliche Kontinente bereist, Familienurlaube als Kind gemacht, an’s andere Ende der Welt geflogen und doch habe ich es nie geschafft nach … Skandinavien. Schweden. Einer meiner Vorsätze seit meiner Reise mit Diana im August 2017 war es, mehr von Europa zu sehen. Bisher läuft das dieses Jahr schon ganz gut. Mein bester Freund und meine Schwester sind verliebt in die Nordics, bisher habe ich das nie so recht verstanden. “Zu kalt, zu teuer, wenn ich schon Urlaub mache, dann auch irgendwo exotisches” … so, oder so ähnlich war immer meine Argumentation gegen eine Reise dorthin. Als Diana im April bei mir anklopfte, was ich denn von drei Tagen in Malmö halten würde, war die Reaktion ohne nachzudenken: ja! klar! bitte!

Am Montag ging es also früh los, 5:30 Uhr Call-Time, TXL-CPH in 1:15 Minuten. Dort Diana in den Arm genommen, die aus Frankfurt zu mir geflogen kam, Zugticket geholt und schon ging es in nur 25 Minuten über die Brücke von Kopenhagen nach Malmö. Als wir ankamen, war es zwar immer noch früh, dafür schon brütend heiß: wir hatten uns das beste Wetter ausgesucht! Mein erster Eindruck, als wir zum Oh Boy Hotel liefen: süß! So sauber! So ruhig! Jeder spricht Englisch. Die Autofahrer halten am Zebrastreifen, wow!

Unser Hotelzimmer war eher wie eine kleine Maisonette-Ferienwohnung mit Wohnzimmer, Küchenzeile, großem Bett im Untergeschoss und Badezimmer, Fahrrädern, Juten und Skateboards, die wir ausleihen durften und war nicht nur schön, sondern auch ruhig und ca. 15 Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt. Nach der super unkomplizierten Anreise machten wir uns erst mal auf zum wichtigsten Programmpunkt, und zwar die schwedische Küche kennenzulernen. Kommen wir also zum Thema …


FOOD

SALADS & SMOOTHIES

Hier waren wir sage und schreibe 1 Mal pro Tag, ups. Haben die Kimchi-Bowl und den Japanese Salat probiert, eigene Salate gemixt und die Açai-Bowl gefrühstückt und immer für top befunden. Auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier absolut mit ca. 8€ für einen großen (!) Salat und 7€ für die Açai Bowl.

 

SMALAND

für Kaffee, Interiorshopping, unlimited Knäckebrot und vegane Zimtschnecken. Holy! Ich kann euch nicht sagen, wann ich zuletzt eine gegessen habe – vor 5 Jahren vielleicht? Der Kaffee mit Hafermilch (ist hier übrigens häufiger eine Option, als Sojamilch) hat mir hier mit Abstand am besten geschmeckt.

VIA NAPOLI

für Pizza, Pasta und sehr guten Vino. Hier haben Diana und ich uns wirklich sehr gegönnt, danke für den Tipp an unseren süßen Rezeptionsboy im Hotel. Das Restaurant ist in der Nähe der Strandpromenade, man kann hier also einen schönen Spaziergang bei Sonnenuntergang machen und danach hier essen, wo man eher Locals, als Touristen trifft. Eine Pizza kostet um die 14€, Vorspeisen zwischen 8€ und 10€. Auf Wunsch wurde meine Pizza Funghi auch vegan gemacht, der Service war top und als wir unsere Pizzaränder in Balsamico tunken wollten (beste!), hatte man hierfür vollstes Verständnis. Übrigens herrschte hier, als einzige Ausnahme von allen anderen Food-Tipps, keine Selbstbedienung.


MINERAL

war wahrscheinlich mein kulinarisches Highlight: 100% vegan, kleine und täglich wechselnde Karte mit je einer Vor-, drei Haupt- und einer Nachspeise, dafür einer sehr viel größeren Getränkekarte. Innen ist das Restaurant ein Traum von schwedischer Einrichtung, draußen kann man unter Lichterketten und Apfelbäumen auf Bierbänken sitzen und schlemmen. Als Vorspeise hatten wir verschiedene Aufstriche mit Antipasti, als Hauptgang ein Brot mit Veganer Frischkäse, Buchweizen und karamellisierten Austerpilzen, dazu Kartoffel-Gemüse-Salat mit Veganer Tsatsiki und als Dessert gebackene Birne mit veganer Sahne und Himbeeren. H – E – A – V – E – N. Das Menu ist mit ca. 15€ pro Hauptspeise nicht allzu günstig, ein Besuch lohnt sich jedoch wirklich sehr!

LILLA KAFFEROSTERIET

Hier gab es für uns nicht nur Kaffee, sondern auch einen Prosecco um 11 Uhr vormittags zur Feier des Tages, dass Diana endlich ihre Bachelornote erfahren hat! Die Einrichtung des Cafés ist zuckersüß und etwas urig, die Bedienungen so freundlich und besonders der Cappuccino lecker! Hier gibt es auch Kuchen und Gebäck – einziges Manko (oder auch keins): es gibt kein WLAN  und nachdem uns dieser bei 30 Grad etwas zu Kopf stieg, beschlossen wir, den Rest des Tages mit Buch und mehr Kaffee im süßen Hinterhof zu verbringen.

FAR I HATTEN

Im Folkjets Park ging es hier nach einem langen Tag für uns hin, um mal zu sehen, wo die Einheimischen so abhängen und das lokale Bier zu testen. Es war super witzig, als wir ankamen wurde Drink-Bingo gespielt und das Publikum war total ungezwungen und sehr durchmischt. Bestimmt eine coole Location, wenn man mal eine warme Nacht draußen mit Freunden verbringen und mit Locals in Kontakt kommen will!

VEGAN BAR

Das große Cocktail-Menu und die leckeren Tortillas haben wir noch kennengelernt, für die (angeblich besten) begaben Burger kamen wir etwas zu spät. Die Bar ist direkt an einem großen Platz gelegen im ziemlich multikulti Stadtteil Möllevången.

SHOPPEN

… waren wir im Swop Shop. Hier habe ich gleich drei neue Teile gefunden, die es mit nach Berlin geschafft haben. Nicht nur die Klamotten im Swop Shop sind super cool, sondern auch das Konzept: seit 2013 ist es das Ziel der Gründer, sich für nachhaltige Mode einzusetzen, pro günstige und gleichzeitig schöne Fashion, die nicht in den Müll gehört. Die Klamotten kann man auch erst mal bezahlen und quasi “ausleihen” und dann wieder zurückbringen – so wie manche von uns das bei Onlineshops tun, nur eben viel umweltfreundlicher. 🙂

 

BEACH TIME

Zu guten City Trips gehören meiner Meinung nach auch schöne Pausen. Und die haben Dianski und ich uns am zweiten Tag gut gegönnt. Dank der Fahrräder unseres Hotels waren wir in 0, nichts am Strand, wo man nicht nur gut tannen und schwimmen, sondern sich auch an der riesigen Promenade den Sonnenuntergang mit einer Kugel Eis und ein bisschen Musik gönnen kann. Ich liebe, dass dort so viel los ist und alle möglichen Menschen abends zusammenzukommen, um das Spektakel gemeinsam zu beobachten!


Danke für die schönen drei Tage, liebes Malmö. Danke Diana, dass du mich auf Entdeckungstour mitgenommen hast. Ich konnte es gar nicht erwarten, Berlin mal wieder zu verlassen und die kleine, ruhige, feine Stadt hat mir definitiv Lust auf mehr gemacht: mehr Schweden und mehr Skandinavien. Und das aus meinem Mund, wow.

3 Kommentare

  1. 27. Juli 2018 / 1:27 am

    Oh wie schööön <3 Ich fand Dänemark schon immer wunderschön, nach Schweden möchte ich auch unbedingt noch einmal 🙂
    Vegane Zimtschnecken hatte ich bist jetzt noch nie.. ich habe zwar mal welche selbst gebacken, aber die haben wirklich sehr bescheiden und trocken geschmeckt 😀
    Dafür gönne ich mir aus der Bäckerei 'nur hier' (die gibts in Hamburg relativ oft) hin und wieder ein Franzbrötchen dass laut Zutatenliste zufällig vegan ist 🙂
    Alles Liebe, Lea von http://leachristin.com

  2. 27. Juli 2018 / 1:07 pm

    Ein ganz fabelhafter Beitrag, der meine Vorfreude auf unseren Schwedenurlaub noch mehr gesteigert hat!
    Deine Art zu schreiben und deine Fotos sind einfach wundervoll, ich könnte stundenlang weiterlesen und mich einfach nur freuen! 🙂

    Alles Liebe,

    deine Amelie // https://amelieruna.com/

  3. 27. Juli 2018 / 3:54 pm

    Eure Zeit in Malmö hört sich wirklich so so traumhaft an und ihr hattet ja wirklich traumhaftes Wetter für einen Skandinavienbesuch. Denn genau wie du, war ich auch noch nie dort, weil meine Urlaube bisher auch nur in wärmere Orte gehen. Dieses Jahr wäre natürlich perfekt gewesen um Norwegen und Schweden von seiner schönsten Seite zu erkunden, aber das werde ich definitiv noch machen.
    Mein Traum ist es nämlich mit einem Camper durch die beiden Länder (vielleicht auch noch Dänemark und Finnland) zu reisen und die Natur richtig zu genießen, aber auch ein paar Tage in den Städten zu bummeln 🙂
    Malmö wird da definitiv ein Stopp sein – allein schon wegen diesem unglaublichen veganen Essen *-* Ein Traum!

    Erstmal geht es für mich dieses Wochenende aber nach Wien und dort soll es wohl auch ganz schöne vegane Food spots und coole nachhaltige vintage Shops geben 🙂

    Liebste Grüße
    Pauline <3

    https://mind-wanderer.com/2018/07/26/exploring-the-algarve-portugal/

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