#MISSINGTYPE –

“S g m l, weißt du eigentlich deine Blutgruppe?”
“Nee, du?”
“Keine hnung. Gl u e  d s steht  ber irgendwo. Meine Eltern wissen die  estimmt.”

So oder so ähnliche Unterhaltungen habe ich selbst schon zu oft geführt. Dachte immer, meine eigene Blutgruppe steht bestimmt in irgendeiner Krankenakte, oder dass ich sie sowieso nie brauchen werde. Dass das dieses Unwissen nicht für jede/n selbstverständlich ist, dass diese Frage für viele von uns irgendwann einmal zwingend notwendig sein wird, daran denke ich nicht so oft, ehrlich gesagt. Blut spenden war mir nie was. Blutplasma okay, hab ich mal von gehört. Organspendeausweis? Klar, das ist wenigstens etwas, wovon ich nichts mehr mitbekomme. Aber Blut spenden?

“Puh.”
“Dafür  in ich zu klein.”
“Dafür  in ich zu leicht.”
“D s ist mir echt etw s zu he vy.”
“Mein Kreisl uf ist  uch richtig schlecht.”
“Br uchen die überhaupt n ch Spenden? Nee,  der?”
Doch. Brauchen die.

Zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz habe ich mich anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni mal etwas mehr mit dieser für mich eher fremden Thematik auseinandergesetzt. Und festgestellt, dass mir nicht das Thema Blutgruppe und -spende “zu heavy” ist, sondern eher die Tatsache, wie blind groß meine eigene Unwissenheit darüber bisher war. Ganz nach dem Thema: Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf.

Das Deutsche Rote Kreuz informiert: (Hier geht es zu noch mehr Infos)
Jeder Dritte Mensch benötigt in seinem Leben eine Blutspende.
Nur 3% der Deutschen Bevölkerung spenden einmal in ihrem Leben Blut.
Und durch unsere demographische Entwicklung sinkt der Anteil der Spender jährlich um circa 100.000.Hunderttausend. Ich muss schlucken.
15. Juni, ein Tag nach dem Weltblutspendetag, Alexanderplatz. Wir verabreden uns für 13 Uhr nach der Uni. Ich komme fünf Minuten zu früh,.
“Hey. Hast du genug getrunken?”
“Gehen wir rein?” 
Wir stehen Schlange vor dem DRK-Bus. Scheinbar sind wir nicht die einzigen, die heute an eine Spende gedacht haben. Ich glaube, ich mache ein größeres Ding aus der Sache, als sie in Wahrheit ist.
Wir werden getrennt hineingerufen. Es geht zum Gesundheitscheck, ich fülle einen Fragebogen aus, mir wird in den Finger gepikst, Eisenwerte sind übrigens top. Ich warte noch ein paar Minuten, meine Daten werden aufgenommen, ich schließe die Schiebetür und begrüße den Arzt. Und hier beginnt der Salat:
Innerhalb der letzten 6 Monate in Indonesien? Check.
Während der letzten 4 Monate gepierced oder tätowiert worden? Check.
50kg? Hmm. Mist.“Schönen Tag noch.” “Ja, Ihnen auch.”
Na toll. Ich gucke meinen besten Freund an, der zuckt mit den Schultern. Pech gehabt.
Was mich übrigens wirklich überrascht hat: Homosexuelle Männer dürfen, wie wir selbst heute erfahren haben, kein Blut spenden. Nie. Okay. Homosexuelle Frauen jedoch schon. Der Arzt der übrigens wirklich sehr nett war, hat das auch mit hochgezogenen Augenbrauen und verdrehten Augen erklärt. Hm.“Ab wann darf ich denn jetzt spenden?”
Mir wird der 05.09. genannt, in einem viertel Jahr also, sicher ist sicher. “Einfach nur wow”, denke ich mir. Okay, gut. Dann hab ich ja jetzt ein neues Datum.

Vorbei ist die kleine Storytime: am 14. Juni war Weltblutspendetag! Falls ihr euch, wie ich, bisher nicht getraut oder damit befasst habt, hoffe ich, euch hiermit den Anstoß geben zu können, euch zu informieren, ob ihr als SpenderIn in Frage kommt. Euer Feedback auf Instagram war jedenfalls riesig und ich bin so happy, zu wissen, dass viele meiner FollowerInnen regelmäßig spenden gehen. Noch dazu hat mir niemand von euch von einer negativen Erfahrung berichtet – im Gegenteil! Ihr alle habt gesagt, dass das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, unbeschreiblich ist, die Nadel echt nicht weh tut und die MitarbeiterInnen super freundlich und hilfreich sind. Danke für all das Feedback!

05. September also. Und dann aber wirklich!

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und enthält Werbung.

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