oh New Zealand

Update 25.05.2018: aufgrund der neuen Verordnungen der DSGVO wurden hier vorsorglich Fotos von Menschen entfernt, deren schriftliche Einverständniserklärung, sie zu fotografieren, mir nicht vorliegt.

“… und wenn ich schon mal so nah dran bin, dann kann ich das schon auch noch mitnehmen” – dachte ich mir Anfang Januar und buchte in den nächsten 24 Stunden meinen Flug Melbourne – Auckland return, meinen Mietwagen und ein AirBnb für die erste Nacht. Meine Zeit in Melbourne neigt sich langsam dem Ende zu und mal wieder möchte ich am liebsten die Zeit anhalten, sie festhalten und fragen, warum sie eigentlich immer so schnell fliegen muss. FOMO ist diese eine Sache, mit der ich schon immer zu kämpfen habe und als ich erkannte, dass mich nur noch 9 Wochen von meinem Flug nach Berlin, nach Hause, nach Deutschland trennen, musste wieder alles schnell-schnell gehen. Die häufigste Frage, die ich unter anderem bekommen habe war: “Und mit wem fliegst du?”. … meine fomo ist so groß, dass ich die Reise alleine unternehmen wollte, da in Melbourne jeder beschäftigt war oder schon andere Dinge im Kalender stehen hatte. Irgendwie passte keinem ein Datum so richtig und dann dachte ich mir komm, was soll’s, ist ja nicht deine erste Reise alleine. Und die fomo gewann mal wieder.

Und so landete ich am 27. Januar um halb 6 morgens in Auckland, NZ. Da ich so unfassbar gut darin bin, Sachen zu verplanen, holte ich somit auch meinen Mietwagen einen Tag zu spät ab, hatte in meinem Chaos, mein Zimmer in Melbourne auszuräumen und all meinen Kram bei Freunden abzuladen, auch meine Unterkunft auf den falschen gebucht und hatte am Flughafen in Melbourne noch einen kleinen Nervenzusammenbruch. Neuseeland empfang mich mit offenen Armen und einem “all good, we were waiting for you”. Es gab keine Probleme mit meinem Mietwagen, keinen Stress mit dem AirBnb, ich baute keinen Nervositätsunfall und mein Gepäck kam auch heil an. Alles lief verdächtig glatt. Gleich vorneweg will ich sagen, dass das hier kein “meine Top Tipps für Neuseeland”-Post werden wird. Ich wusste bereits im Vorhinein, dass acht Tage viel zu wenig sein würden, um alles auf der Nordinsel zu sehen, und eine gute Zeit und mich entspannen war mir wichtiger, als hektisch alles abzuklappern. Ganz nach dem Motto “Ich bleibe da, wo es mir gefällt”, ging es also los. Erster Stopp: Auckland.

Mein AirBnb war sehr zentral und nur Minuten vom Sky Tower gelegen. Ich verbrachte den Tag damit, die Queens Street auf und ab zu laufen, einen Nap im Albert Park zu machen, zum Hafen zu spazieren, Street Sushi zu essen und vor allem ganz viel zu lesen. Ein bisschen ärgerlich ist nur die Parksituation in der Innenstadt und so zahlte ich für 22 Stunden easy 30$. Aua. Am nächsten Morgen stand ich ganz früh auf, nahm mir einen Kaffee mit und fuhr zum Mount Eden. Von dort hat man nach einem 10-15 minütigen Aufstieg einen sagenhaft schönen Ausblick auf den großen, mit Gras bewachsenen Vulkankrater und dahinter die Skyline der Stadt. Viele von euch haben mir geschrieben, dass der Sonnenuntergang von hier aus auch besonders schön ist und das glaube ich euch sofort. Ich stieg wieder in’s Auto und fuhr los, der Roadtrip begann. Ab hier ließ ich mich treiben und machte einen spontanen Abstecher zu den Hunua Ranges, wanderte elf Kilometer von Wasserfall zu Staudamm durch Dschungel und einen Fluss und zurück zum Auto. Ich fuhr weiter nach Coromandel und verliebte mich. In den Kiesstrand an der Westküste, wo ich anhielt, mein Buch aufklappte und erst mal den nächsten Nap einlegte. In die grünen Hügel, die mich an Bayern erinnerten – wie seltsam ist es, sich am anderen Ende der Welt zu Hause zu fühlen? Nicht einmal 12 Stunden Zeitverschiebung konnten daran etwas ändern. Ich verliebte mich in den Anblick von Ausblickspunkten ganz weit oben auf dem “Highway”, der sich durch die Landschaft schlängelte, Schafsherden und schwarze Kühe und so, so viele Pferde! Ich mag Pferde noch nicht mal besonders und trotzdem. Mein Roadtrip war so perfekt. Es war die beste Gelegenheit, die letzten drei Monate in Australien noch einmal zu reflektieren, gute Musik zu hören, Zeit alleine zu verbringen und nur das zu machen, worauf ich Lust hatte. Die Tage verstrichen un dich fuhr und fuhr, von Beach zum nächsten Wasserfall und ließ mich weiter treiben. Ich besuchte Hot Water Beach und die Cathedral Cove und floh ganz schnell wieder zum nächsten einsamen Strand. Ich ließ die größeren Orte aus und schlief in AirBnbs in winzigen Örtchen. Die letzten beiden Tage verbrachte ich im Regen in Auckland, ging noch einmal wandern, noch einmal beachen und war irgendwie sehr bereit, nach “Hause”, nach Melbourne zu fliegen und gleichzeitig doch irgendwie noch nicht fertig mit NZ. Acht Tage vergingen schnell, so, so schnell und ich weiß jetzt, dass ich definitiv noch einmal wiederkommen werde. Vielleicht nicht 2018 aber ja, ich komme wieder – und dann mit mehr Zeit im Gepäck. Danke, Neuseeland, für das schönste Getaway.

     

 

 

 

8 Kommentare

  1. 6. Februar 2018 / 8:22 pm

    Das hört sich nach einem traumhaften Urlaub vom Urlaub an Melina <3
    Ich hoffe, dass ich meine Alleine-Zeit in Australien auch so glücklich und entspannt nutzen kann, wenn ich bald dort bin. Aber da es meine erste Reise alleine ist, wird es sicher erstmal etwas ungewohnt. Andererseits habe ich von so so vielen gehört, dass man schnell Leute kennen lernt und man sich einlebt 🙂 Darauf hoffe ich einfach! Aber ich hoffe auch, dass ich ebenso alleine Zeit habe, die ich genießen kann.
    Ob ich in meiner Australien Zeit nach Neuseeland fliege glaube ich allerdings nicht, da ich Zeit und Geld erstmal in Australien investieren will und hoffentlich kann ich später dann noch in einem längeren Trip durch Neuseeland reisen, denn dieses Land fasziniert mich auch total!

    Genieße noch deine Zeit in Melbourne und wo du dich dort so gut auskennst, wäre es toll wenn du mal einen Post zu den besten Museen und Plätzchen schreibst, denn Melbourne ist mein Anlaufpunkt und ich bin sicher froh, wenn ich die ersten Tage was zu tun habe und mich nicht alleine fühle 😀

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

  2. 25. Februar 2018 / 3:54 pm

    I love your pictures so much, especially that grainy look. I’m so inspired to go to New Zealand now 🙂 The beaches and mountains look gorgeous.
    Also I’m trying to learn German so reading your blog really helps me. Thanks 🙂 xx

    https://emmas-insights.com/

    • melinaophelia
      Autor
      7. März 2018 / 2:31 am

      New Zealand is a dream! I’m sure you’d love it 🙂

  3. 27. Februar 2018 / 1:02 pm

    Ein sehr schöner Bericht:) Wer weiß, vielleicht komme ich ja eines Tages auch nach Neuseeland. 🙂

    Ob es auch möglich wäre, mit dem Zug oder Bus die Gegend zu erkunden?
    Das “aleine einen Strand (oder etwas anderes) erkunden wäre dann freilich u.U. nicht immer möglich…

    LG., Marcel, Grüße aus Wien
    Instagram:
    marcel_richter_in_vienna
    (= Webseiten – Link)

    • melinaophelia
      Autor
      7. März 2018 / 2:30 am

      Das ist wohl wahr, deshalb hab ich mich auch für den Mietwagen entschieden. Mit dem Bus müsste aber auch prima klappen, nur ist man dann nicht so frei in seiner Route. 🙂

  4. 4. März 2018 / 6:11 pm

    Wahnsinn diese Bilder. Neuseeland steht definitiv auf meiner To-Do Liste für Reiseziele. Schön das du so eine tolle Zeit hattest! 🙂

    Liebste Grüße

  5. 8. März 2018 / 10:48 am

    Wow, traumhafte Fotos! Wunderschöne Eindrücke! War bestimmt eine tolle Zeit! Nach Neuseeland möchte ich auch Mal! 🙂
    Alles Liebe,
    Vanessa

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