OCEAN IN A BOTTLE – BEACH CLEAN UP IN LÜBECK

Nachhaltigkeit.

„Komm mir jetzt bitte nicht damit.“
„Ich trenne doch meinen Müll.“
(Und außerdem ist ein bisschen bequem sein auch okay.)
„Keiner ist perfekt.“

… das sind Sätze, die mir in den Kopf kommen, wenn ich an dieses Wort denke. Ehrlich gesagt kann ich euch gar nicht so genau sagen, warum Nachhaltigkeit nie so Thema hier auf dem Blog war. Ich sitze in der Küche und gucke mich um. Die Jutebeutel, die wir immer zum Einkaufen mitnehmen, stapeln sich. Die wiederverwendbare Glasflasche, in die ich immer meinen Tee fülle, steht gleich neben dem Bio-Spülmittel. Auf die Umwelt achten, das ist Teil meines Alltags und das Bewusstsein hierfür sollte irgendwie auch bei jedem von uns im Kopf angekommen sein, finde ich. Wenn ich so nachdenke, habe ich es von zu Hause auch nie anders gelernt. Müll wird getrennt, das Licht wird nur so lange wie nötig eingeschaltet und die (Soja-)Milch ist aus dem Bioladen. Für dieses Bewusstsein bin ich auch sehr dankbar und ich weiß, dass das nicht in allen deutschen Familien Standard ist. Als ich dann von zu Hause auszog, kam dann aber ein ganz anderer Aspekt auf mich zu, und zwar der finanzielle. Plötzlich gibt es da ganz viele Rechnungen, die nicht mehr von den Eltern, sondern aus eigener Tasche beglichen werden. Nehme ich jetzt wirklich das teure Ökowaschmittel oder doch das für 99 Cent? Reicht doch schon, dass ich mich vegan ernähre, oder?
Halt, Stop! Dass ich keine tierischen Produkte mehr esse, das entstand aus ethischen Beweggründen. Und vielleicht hat es mich deshalb manchmal genervt, wenn ich etwas ökologisch nicht zu hundert Prozent korrektes gekauft habe und mir dann anhören durfte, dass ich doch auch vegan sei und warum ich dies und jenes denn unterstütze. Vielleicht war es auch so eine kleine Trotzreaktion, dass ich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein nie zum Thema hier werden ließ, weil ich keiner von diesen „viel zu extremen“ Veganern sein wollte, die alle bekehren und alles besser wissen, obwohl ich es super wichtig finde, wie wir unser Geld investieren und wie wir mit unserem Planeten umgehen.

Als ich vor ein paar Wochen die Einladung zu einem Event von Ecover bekam, habe ich schon kurz überlegt. Passt das überhaupt zu mir und meinem Content? Auf einmal machen alle auf Umwelt-Hippie, kommst du dir da nicht doof vor? Letztendlich ist es tatsächlich so, dass ich tatsächlich seit circa zwei Jahren regelmäßig Ecover in meinen immer wechselnden WGs verwendet habe, die Grundsätze des Unternehmens toll finde und mir deshalb dachte: „Na gut. Eigentlich eine super Sache. Trau dich.“

Zusammen mit einer bunten Gruppe anderer Bloggerinnen und Influencerinnen ging es also letzte Woche für einen Tag an die Ostsee, Lübeck um genau zu sein. Als Kind des Südens war es mein erstes Mal dort und nachdem ich den weißen Strand in Rettin gesehen habe, wusste ich gleich, wo es nächsten Sommer mal für einen kleinen Ausflug hingehen wird. Gemeinsam mit der Surfrider Foundation, die uns ein wenig über die Auswirkungen von Müll im Meer, ihre Aktionen und Clean-Ups erzählten, ging es für uns auch schon los, um für zwei Stunden den Strand sauber zu machen. Surfrider organisiert übrigens öfter solche Clean-Ups und leistet Aufklärungsarbeit in vielen Städten. Klar, das Ganze war eher eine symbolische Aktion, die vor allem dem Sensibilisieren für das Thema diente, denn der Strand wird zum Glück regelmäßig gereinigt und war nicht so verdreckt, wie die Strände, die mich zum Beispiel auf den Philippinen erschreckt haben. Dennoch gab mir unser Clean-Up einen guten Einblick, was und warum bestimmte Dinge im Meer landen. Und wollt ihr wissen, was Melina, Luise und ich am meisten aus dem Sand zogen? Zigarettenstummel. Mit Abstand. Mit dabei waren außerdem sämtliche Plastikfetzen, ein Fahrradlenker, alte Netze, Strohhalme – allerhand Plastikmüll eben. Und um genau dieses Plastik geht es Ecover bei ihrer Ocean Bottle, wie wir wenig später in Travemünde von Ecover selbst erfahren durften.

Das sagt Ecover zur neuen Flasche:

„Angetrieben von der Sorge über den anwachsenden Plastikmüll in den Ozeanen hat Ecover schon 2014 eine limitierte Edition der Ocean-Plastic-Spülmittel-Flasche eingeführt, die zu 10 % aus Plastikmüll bestand, der von Fischern aus der Nordsee gesammelt wurde. Mit inzwischen drei limitierten Editionen wurden bereits 175.000 der Ocean-Plastic-Flaschen verkauft. Im Oktober 2017 präsentiert Ecover eine vierte Auflage des Erfolgsprojekts: Flaschen, die zu 50 % aus Recycling Plastik und 50 % aus Ocean Plastic hergestellt sind. Das Ocean Plastic stammt in diesem Jahr von den Stränden Rios, wo er angespült, eingesammelt und weiterverarbeitet wird. Mit der Markteinführung der neuen Edition im Oktober wird sich die Anzahl der in Europa produzierten Ocean-Plastic-Flaschen verdoppeln*.“ (Pressemitteilung August 2017)

Die Aufmachung der Flasche finde ich im Übrigen auch super schön – und das habe ich wohl noch nie über ein Reinigungsmittel gesagt. 😉 Kreiert wurde das Design von der Künstlerin Freya Morgan und durch die transparente Flüssigkeit wird das Wellen- und Sonnenmotiv der Verpackung gut sichtbar. Eine Frage, die ich mir auch gestellt habe: „wie arbeitet man Plastik aus dem Ozean denn wieder richtig auf? Kann man das überhaupt gut verwenden?“ Die Lösung hierfür ist das skelettartige und besondere Lochmuster der Flasche, die zugleich auch deshalb mit 15% weniger Plastik als die Vorgängermodelle auskommt. Die Ocean Bottle wird ab 16.10. in Deutschland bei Budnikowsky und dm, sowie im Ecover Online Shop erhältlich sein. In Österreich werdet ihr sie ab Mitte Oktober bei dm finden.

 


Mit dabei beim Clean-Up war auch Viva Con Agua, ein gemeinnütziger non-Profit (wobei, eigentlich profitiert ja jeder davon. Also ein All-Profit-) Verein, der sich für weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt. Hier sind Freiwillige HelferInnen übrigens immer gerne gesehen, also informiert euch doch gerne mal, was in eurer Stadt so los ist. Es gibt immer wieder Aktionen bei Festivals, Spendenläufen und so weiter. Die Projekte, die uns vorgestellt wurden, haben sich wirklich klasse angehört und ich habe mir fest vorgenommen, nächstes Semester auch zu versuchen, hier in Berlin aktiv zu werden. Vorausgesetzt, Viva Con Agua möchte mich, haha.

Schlussendlich kann ich mich nur noch einmal bei Ecover und Sister-Mag für diesen tollen Tag bedanken. Angefangen mit dem Beach Clean-Up und beendet mit einem super leckeren veganen Dinner auf einem Boot in Travemünde. „Nachhaltigkeit – jetzt komm mir bitte nicht damit“ , dieser Satz ist seit letztem Donnerstag aus meinem Kopf gestrichen. Es ist absolut nichts uncool daran, auf unseren Planeten aufzupassen und hier können wir alle etwas tun. Manchmal kommt mir meine Arbeit auf dem Blog so vor, als wüsste ich nicht wirklich, wofür ich stehe. Was das eigentlich alles soll. Meine Reichweite für etwas Gutes zu nutzen, das macht doch irgendwie Sinn, das lässt mein Herz schneller schlagen und ich hoffe, dass es euch auch ein gutes Gefühl gibt – wie heißt es so schön: das hier ist ein „All-Profit“. Jeder hat etwas davon.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Sister-Mag und Ecover.

3 Kommentare

  1. Feli
    12. Oktober 2017 / 7:05 pm

    Richtig toller Post, der mich zum Nachdenken anregt. Ich beschäftige mich seit kurzem auch mehr mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ – und: super Aktion von euch 🙂
    Liebe Grüße, Feli von http://www.felinipralini.de

  2. 12. Oktober 2017 / 8:13 pm

    Ich finde es richtig dolle gut, dass du bei diesem Event mitgemacht hast und darüber berichtest!
    Natürlich kann nicht jeder „perfekt“ sein, immer auf alles achten und auch nicht jeder möchte immer allem hinterher sein, alles überdenken und immer richtig handeln. Aber es gibt einige Bereiche die sich wirklich total einfach in den Alltag integrieren lassen und die keinem schaden. Manchmal muss man wirklich nur mal richtig hingucken, aufpassen und nachdenken um dann Umweltbewusst zu handeln. Und darauf sollte man aufmerksam machen und wer kann das heutzutage besser als Blogger und Influencer!
    Denn wenn ich das jemandem sage klingt es sofort so besserwisserisch und Öko-Belehrerin-mäßig, aber vielleicht könnt ihr damit wirklich Leute zum nachdenken anregen! Das wäre toll und ist wirklich wichtig 🙂

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    • melinaophelia
      26. Oktober 2017 / 7:28 am

      Danke Pauline, das ermutigt mich wirklich! Ich finde das Thema auch spannend und wichtig und berichte gerne darüber – so hat jeder etwas davon. 🙂

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