#WIEEINMÄDCHEN MIT ALWAYS

In Zusammenarbeit mit always.

So weit ich mich zurückerinnern kann, war ich niemand, der gerne angeeckt ist. Was andere Mädels in meiner Schule getragen haben wollte ich auch tragen, was andere von mir gedacht haben, hat mich schon immer beschäftigt, würde ich sagen und wenn ich mich heute als „ruhig“ bezeichnen würde, dann war ich damals eher … sagen wir mal mucksmäuschenstill. Konflikte konnte ich nicht. Konfrontationen ging ich aus dem Weg, generell, prinzipiell, immer. Ich stritt nicht. Wenn ich ungerecht behandelt wurde, habe ich das eher in mich hinein geschwiegen, anstatt mal den Mund aufzumachen. Als ich nach der Schule als Au Pair in die USA ging, fühlte ich mich so weit weg von Allem, so weit weg von der Idee, die andere Leute von mir hatten und irgendwie freier darin, wer ich sein könnte und vielleicht werden wollte. Ich habe schon immer gerne Fotos gemacht und wollte diese irgendwo teilen und so habe ich meinen Instagram-Account erstellt, ohne ihn je irgendjemandem zu zeigen. Es hat bestimmt ein Jahr gedauert, bis mich die ersten Leute darauf angesprochen haben, auch auf die paar YouTube Videos, die ich damals gemacht habe und dann ging alles ganz schnell. Meine Heimat ist wirklich klein. Sehr klein. Jeder kennt jeden. Heute ist „Blogger/Influencer“ (auch wenn ich das Wort persönlich gar nicht mag) für fast jeden ein Begriff, damals hat niemand so recht verstanden, was ich da eigentlich mache. Ich ja, um ehrlich zu sein, auch nicht. Sobald Leute angefangen haben zu reden, sich gegenseitig Screenshots zu schicken und meine Videos auf Facebook zu teilen, ich immer wieder von anderen hören musste, wie frühere Schulfreunde hinter meinem Rücken über mich reden, hatte ich das Gefühl, was ich da mache ist falsch und etwas, wofür ich mich schämen müsste. Fitness hier, Food da, „Warum muss man das eigentlich teilen?“, „Meint sie ist was Besseres, nur weil sie vegan isst / weil sie in Berlin wohnt“ … und und und. Gerne würde ich jetzt sagen, dass mich das nicht verunsichert hat und ich einfach mein Ding durchgezogen hab. Hab ich nicht. Stattdessen habe ich angefangen jedes meiner Worte zu überdenken, an allem, was mir bis dahin einfach nur Spaß gemacht hatte, auch schlecht zu reden. Ich habe meinen YouTube-Channel privat geschaltet, etliche Fotos gelöscht und mir bei jeder Caption erst mal überlegt, wer sich das wohl durchlesen wird. Jetzt will ich auch gar nicht jammern, denn wenn man etwas öffentlich stellt, dann muss man auch mit Kritik rechnen, auch wenn es „nur“ ein Hobby ist. Und trotzdem habe ich neue Dinge ausprobiert, auch wenn es sich damals wie ein „Fehler“ angefühlt hat. Heute weiß ich, dass man aus solchen Situationen immer stärker rausgeht. Herausforderungen anzunehmen, das gehört dazu. Weiter machen, sich ausprobieren, dazulernen und weitermachen #likeagirl.

Denn hey, es gibt nicht nur Lästerbacken auf der Welt. Zum Glück habe ich auch Freunde, also wirklich gute Freunde, die zwar nicht immer verstehen, was ich da mache, die mich aber auch nicht verurteilen, sondern unterstützen. Und da habe ich gemerkt: „Hey, was du da machst, ist gar nichts Schlimmes. Du postest gern dein Essen, teilst deine Gedanken, deinen Sport, deine Reisen … und da ist auch nichts Schlimmes dran. Gar nichts.“
Ich habe nie gesagt, dass ich alles weiß und alles besser kann, aber irgendwo auf dem Weg in den letzten drei Jahren habe ich immer weiter ein Stückchen zu mir selbst gefunden und das habe ich unterwegs mit ein paar Menschen geteilt. Noch dazu kommen die Nachrichten von euch. „Deine Bilder machen mich happy / du warst eine Motivation, vegan zu werden / letztens habe ich dein Rezept ausprobiert und es war super lecker / deine Reisetipps haben meinen Urlaub total versüßt / …“ und das gibt mir so, so viel zurück. Und irgendwo kommst du an den Punkt, an dem dich all das Gerede einfach nicht mehr juckt. Klar, du könntest dich dein Leben lang danach richten, was andere Menschen von dir denken, dich davon einschüchtern lassen und dir den Kopf darüber zerbrechen, wer wohl mal welchen Satz über dich hat fallen lassen. Oder du könntest in 50 Jahren zurückblicken und feststellen, dass du etwas wirklich Großartiges getan hast, auf das du stolz sein kannst. Oder? Meine Freunde und meine Familie verstehen vielleicht nicht immer was ich tue, aber sie sind immer für mich da und mein Fels in der Brandung, der mich erdet, wenn mal wieder alles zu viel wird. Weißt du, sein Umfeld kann man sich auch aussuchen. Sein Leben kann man selbst gestalten. Zumindest darf ich das und in solchen gesellschaftlichen Umständen zu leben, dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich liebe alles was ich tue, was ich tun darf und die Möglichkeiten, die noch kommen werden, die lasse ich mir doch nicht von ein paar bösen Zungen nehmen. Es hat zwar ein wenig gedauert, aber ich bin froh aus dieser Zeit gelernt zu haben, weitergekommen zu sein und dass ich mein Ding weitermache #likeagirl .

Mein Forever Girls-Crush hier ist vermutlich auch Emma Watson. Wenn jemand ständig mit verzerrten Schönheitsidealen, permanenter Kritik und Anforderungen konfrontiert wird, dann wahrscheinlich sie. Und was macht sie? Sicher nicht zurückstecken und stilles Mäuschen spielen. Emma setzt sich heute weltweit für Frauenrechte ein und spielt Filmrollen, die Geschlechterklischees auflösen möchten. Man kann sagen was man will, für mich ist sie einfach mal Inspiration pur und das wäre sie ganz klar nicht, wenn sie sich immer darum geschert hätte, was andere von ihr denken.

Mit der #WieEinMädchen #LikeAGirl Kampagne möchte Always Rollenklischees ein Ende setzen und Mädchen weltweit zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen und ich bin froh und stolz, Teil davon sein zu dürfen. Vielleicht kennt ihr das Video, das letztes Jahr bereits viral gegangen ist, bereits. Es geht darum, dass etwas „wie ein Mädchen“ zu tun keineswegs Schwäche bedeutet, sondern das genaue Gegenteil: etwas Großartiges zu tun. Besonders junge Mädels in der Pubertät sind mit so vielen Anforderungen konfrontiert – hey, mir ging’s doch genauso. Nie war ich hübsch genug, dünn genug, cool genug. In meinen Philosophie-Vorlesungen geht es oft um Gedankenexperimente mit Zeitmaschinen und wenn ich könnte, würde ich echt gerne mal dort rein hüpfen, die Zeit 10 Jahre zurückdrehen und mir selbst auf den Arm schreiben: „Du bist gut genug“. Punkt. Hab keine Angst vor Fehlern, denn sie bringen dich nur weiter.

Das Video zur aktuellen Kampagne ist, finde ich, richtig schön geworden und trifft diese Aussage auf den Punkt. Hier könnt ihr es euch angucken.

 

11 Kommentare

  1. 18. August 2017 / 9:06 am

    Wie schön, dass du ein Teil der Kampagne bist. Es ist einfach so wichtig, dass wir alle realisieren, wie wichtig wir uns selbst sein müssen. Und einfach mal andere Kommentare und Gedanken nicht nur zu ignorieren sondern daran zu wachsen.

    Mach weiter so! 🙂

    Liebe Grüße
    Johanna von hannicoco.de

    • melinagr4
      20. August 2017 / 1:25 pm

      Da sagst du was! und genau daran muss man sich jeden Tag erinnern 🙂

  2. Sina
    18. August 2017 / 9:54 am

    Liebe Melina, ich muss dir echt mal für diesen Eintrag danken. Normalerweise lese ich keine Blogs, noch lasse ich in den seltenen Fällen Kommentare da, aber du hast mich echt inspiriert. Ich habe gerade eine wichtige Entscheidung treffen müssen und hatte große Angst, damit einen Fehler gemacht zu haben. Es geht dabei um die Wahl meines Traumstudiums. Ich habe so sehr daran gezweifelt, dass ich wirklich dafür geeignet bin, aber du hast mir wieder Mut zugesprochen und mich daran erinnert, dass besonders die Meinung anderer keinen Einfluss auf mein Leben haben sollte. Der größte Fehler wäre es, es nicht einmal zu versuchen und den einfachen Weg zu gehen. Ich danke dir! ❤

    • melinagr4
      20. August 2017 / 1:25 pm

      Oh wow, das freut mich ja riesig zu lesen! Was möchtest du denn studieren? Genau, never try, never know! Alles gute für dich 🙂

  3. 19. August 2017 / 12:28 am

    Ich kann dich sooo verstehen. Ich bin fremden Menschen gegenüber auch immer extrem schüchtern und mache mir zu viele Gedanken was sie darüber denken könnten. Deshalb halte ich mich bei meinen Instagram Captions auch immer zurück und würde meinen Blog auch nie in meiner Instabio veröffentlichen. Es ist mir momentan irgendwie noch super unangenehm. ABER ich finde es toll dass du das alles mit der Welt teilst und sooo viele (mich auch) jeden Tag inspirierst 🙂 <3 Hab ein schönes Wochenende!!

    Alles Liebe, Lea von http://leachristind.blogspot.com

    • melinagr4
      20. August 2017 / 1:21 pm

      Ich weiß total was du meinst, finde es aber super schön, dass du trotzdem deinen Blog hast und ihn für dich machst – das ist ja das schönste und wichtigste. 🙂 Ganz liebe Grüße!

  4. 19. August 2017 / 6:01 pm

    Ein wirklich toller Post und die Bilder sind auch wunderschön! Das inspiriert mich echt noch öfter über meinen eigenen Schatten zu springen, denn ich kann dich verstehen was die Selbstzweifel angeht und ab und zu holen sie mich immer noch ein. Doch wichtig ist am Ball zu bleiben, das zu tun was man gerne macht, egal was andere darüber denken mögen, wow für diese Entwicklung 🙂 . Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße, Kim.
    von http://maybetoday.de/

    • melinagr4
      20. August 2017 / 1:17 pm

      Das hast du mega mega schön geschrieben – so wahr! Danke liebe Kim 🙂

  5. 31. August 2017 / 10:45 am

    Wie toll!!!! Und dein Post und die Bilder einfach nur schön! Das Lesen deiner Posts ist immer wie eine süße kleine Geschichte in der man sich hinseinversetzen kann und einfach die Welt um sich herum vergisst!

    Ich finde es wirklich toll das du bei beider Kampagne mitmachst! Und junge Mädchen, die dich als Vorbild haben und dir folgen auf den Sozialen Netzwerken, zeigen das auch ein Vorbild mal klein angefangen hat und Angst hatte.

    Wirklich toll!!!!

    • melinaophelia
      6. September 2017 / 10:46 am

      Ohhh wie süß du das geschrieben hast. Danke für dein tolles Feedback!

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