JUST TAKE THE TIME

(ENGLISH VERSION BELOW)

Gesund Essen? Ja, gerne. Kochen? Hm. Eher nicht so. Woher nehme ich denn die Zeit? Es ist immer aufregend, wenn das Leben selbst an einem zieht und zwar von allen Seiten. Freunde, Familie, Arbeit, Reisen organisieren, bis nachts an Abgaben für die Uni sitzen denn hey, das Semester ist echt bald zu Ende, dann ist da noch Fashion Week, mindestens 16 unbeantwortete Nachrichten auf WhatsApp und nebenbei bin ich vor 10 Tagen umgezogen. Hui. In Zeiten wie diesen geht die für mich unter anderem schönste Sache der Welt, nämlich essen, irgendwie schnell unter. Dann heißt es Müsli während man Mails beantwortet, ein schneller Kaffee und nebenbei die Haare föhnen, Häppchen hier und snacken da und dann viel zu spät abends die berühmte Kater-Pho vom Lieblingsvietnamesen, weil man irgendwie schon wieder seit 3 Tagen keine warme Mahlzeit hatte und keine Brezeln unterwegs vom Bäcker mehr sehen kann. Und gestern dachte ich mir so: „Heute nicht! Du hast sonst Zeit für a l l e s nur nicht für diese eine Sache. Heute bleibst du mal auf deinem Hintern sitzen und genießt. Nimmst dir Zeit und bist nicht gleichzeitig auf 5 verschiedenen Apps, Unterhaltungen und Bildschirmen unterwegs.“
Kann doch nicht so schwer sein. Oder?
Und hey, ich würde mich echt nicht als einen besonders begabten Koch bezeichnen. Ich würfle eben alles zusammen, was so rum liegt. Gourmetküche kann man das gestrige Abendessen also nicht so recht nennen, aber es war super lecker und schnell gemacht und ich dachte mir, warum teile ich das nicht mal mit euch.

… UND DARIN WAR:

1 kleine Süsskartoffel  –  1 Karotte  –  2 Kartoffeln  –  1/3 zucchini  –  1 Hand voll Ruccola  –  1/3 Paprika  –  1/2 Avocado  –  150g Tofu  –  1 EL Senf  –  1 TL Curry  –  1/2 TL Paprika (scharf)  –  1 EL Sojasahne  –  1 Spritzer Zitronensaft

 

So. Pi mal Daumen. Erst die Süßkartoffel und die Kartoffel schälen, würfeln, auf niedriger Stufe dünsten. Dann die Karotte in kleine Streifen schneiden, genauso die Paprika und die Zucchini und in dieser Reihenfolge alles dazugeben. Nebenbei den Tofu in einer beschichteten Pfanne goldbraun braten und mit Zitronensaft und Paprikapulver abschmecken. Alles zusammenwürfeln, mit Curry, Senf und Sojasahne würzen, ggf. Salz und Pfeffer dazu (Salz verwende ich nicht, könnt ihr aber gerne machen), Avocado halbieren und obendrauf geben, Ruccola an die Seite und fertig. Vegan war das Rezept übrigens auch, weil ich dazu in letzter Zeit immer öfter Nachfrage erhalte. Ja, ich esse immer noch pflanzlich und das seit fast 5 Jahren. 🙂

Die Bowl aller Bowls oder ein hammermäßiges Gourmetessen habe ich gestern Abend nicht neu erfunden, aber ich dachte vielleicht bin ich ja nicht die Einzige, die gerade nicht weiß, wo ihr der Kopf steht und sich eher den dritten Kaffee holt, als mal etwas anständiges zu essen, was sie von innen mit Energie versorgt. Gegessen hab ich übrigens alleine, mit Handy im Flugmodus, am Tisch in einer neuen Küche und neuen Wohnung und ganz ehrlich, es war gar nicht so leicht, einfach mal sitzen zu bleiben und nur zu essen. Who’d have known. Und gut getan hat es auf jeden Fall.

Eating healthy? Yes, sure!  Cooking? Um. Rather not. I mean, where should we take the time from? It’s always exciting when life seems to tear on you from every Single Corner you could Imagine. Friends, Family, work, travel that need to be organized, eassys that need to be submitted Close before the end of the Semester, well then there’s also Fashion Week and by the way, I just moved 10 days ago. Phew. These are the famous times of the year when the best thing in the world seems to be pushen into the Corner: food. The time of another Müsli, another pretzel on the go and the oh so famous late night Pho from your favorite Vietnamese place because you haven’t had time for a warm meal in 3 days and are super close to getting very, very hangry. And then, just yesterday, I said to myself: not today. Today I’m going to take my time, have slow bites, not eat while standing and checking 5 different apps at a time. Not today. You can’t really call last night’s meal a gourmet meal I guess, but I made something fresh, clean and healthy for myself and I thought, why not share it!

AND IT CONTAINED:

1 small sweet potato – 2 potatoes – 1 carrot – 1/3 zucchini – 1 hand full rocket – 1/3 bell pepper – 1/2 avocado – 150g plain tofu – 1 tbsp. mustard – 1 tsp. curry powder – 1/2 tsp. paprika powder – 1 tbsp. soy cream – 1 splash of lemon juice

That’s pretty much it. I just steamed the potato and sweet potato first, added the veggies 4 minutes later, then put all spices on it, baked the tofu with lemon juice and more curry, mixed it all together and added some diced avocado. Voila. Simple. Last night I definitely didn’t invent a master piece of a dish but I enjoyed it very much, by myself, no TV and no phone and you know what? It was better than expected.

4 Kommentare

  1. 12. Juli 2017 / 8:00 pm

    Zusammengewürfeltes ist doch eh immer das Beste. Wir lieben es auch einfach mal Reste zusammenzuwerfen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Oft passt es dann doch besser als gedacht. Wie das im Leben eben auch so ist 🙂

    Liebe Grüße
    Laura und Jan

  2. 12. Juli 2017 / 8:03 pm

    Das werde definitiv nachkochen! Und das kenne ich auch! Immer zu „gestresst“ und mal entspannt zu essen! Das sollte man echt ändern! 😀

    Hab einen schönen Abend! 🙂

    Liebste Grüße
    Doris von Doricicas_Blog

  3. 16. September 2017 / 8:53 am

    Ich kann dich total verstehen! Jetzt wo für mich die Schule wieder begonnen habe, habe ich auch wesentlich weniger Zeit für leckeres gesundes (und veganes) Essen… leider! Dabei habe ich es in den Ferien geliebt jeden Tag neue Rezepte zu probieren 🙂
    Aber gerade geht die Schule nun mal vor, zum Glück nur noch für ein paar Monate und dann heißt es endlich Freiheit und Australieen!
    Und bis dahin versuche ich es genau wie du zumindest so oft wie möglich einzurichten 🙂

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    • melinaophelia
      19. September 2017 / 11:09 am

      ohhh du gehst auch nach Australien? Du Glückspilz! <3 🙂

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