PHILIPPINES – THE WHOLE STORY

Die Luft wird kühler, die Sonne steht nicht mehr so steil, meine Bräune schwindet auch so langsam und ich schwelge noch täglich in Erinnerungen an den Strand, an dem wir heute vor zwei Wochen noch lagen. Von euch kamen so viele Fragen zu unserem Urlaub, wo wir waren, wie wir geplant haben, wie das Essen dort so ist, die Kultur und überhaupt. Sorry, dass es ein wenig gedauert hat, heute kommen endlich die Antworten dazu. 🙂

WIE HABEN WIR GEPLANT?


Gar nicht. Wirklich gar nicht. Unsere Flüge hat Julia zwei Monate vor Abflug auf skyscanner.com gefunden (die Website kann ich jedem für seine Reiseplanung empfehlen). Geflogen sind wir mit Air China und so viel schlechtes man online auch über diese Fluggesellschaft lesen mag, wir waren im Großen und Ganzen zufrieden. Wer so viel am Flug spart, muss eben anderswo Abstriche machen. Immerhin ist unser Gepäck heil angekommen. 😉

Unsere Transfers und Unterkünfte haben wir alle vor Ort gebucht, was uns vielleicht minimal mehr gekostet, dafür aber auch mehr Freiheit in unserer Planung gegeben hat. Oft sind wir auf der nächsten Insel angekommen, ohne zu wissen, wo wir in der Nacht schlafen würden und das war irgendwo auch aufregend.
Im Voraus haben wir uns natürlich informiert, wo wir überall gerne hin möchten, da die Philippinen für mich ehrlich gesagt komplettes Neuland waren. Hierzu kann ich euch die Website Southeastasiabackpackers wirklich an’s Herz legen. Sie schlägt nicht nur eine mögliche Reiseroute vor, sondern auch Unterkünfte und gibt allgemeine Tipps zu Sehenswürdigkeiten und worauf man vor Ort achten sollte.

UNSERE ROUTE

… sah folgendermaßen aus:
Manila – El Nido – Coron – Boracay – Moalboal – Bohol – Manila.
Eigentlich wollten wir nach Manila sofort nach Luzon, wo man das „achte Weltwunder“, nämlich riesige wunderschöne Reisterrassen findet. Leider wurde Julia zu Beginn unserer Reise krank und so haben wir die ersten beiden Tage in Manila verbracht, damit sie sich ein wenig erholen konnte. Und am Ende unseres Trips standen wir dann vor der Wahl: Wandern vs ein paar weitere Tage am Strand … was gewonnen hat könnt ihr euch wohl denken 😉

UNSERE UNTERKÜNFTE

Zu unserem Aufenthalt in Boracay habe ich in diesem Blogpost schon einiges geschrieben, guckt dort auf jeden Fall vorbei! Falls ihr dieselben Reiseziele habt, kann ich euch außerdem die folgenden Ho(s)tels an’s Herz legen:


Coron: Sea Dive Resort
Mit wunderschönem Ausblick auf’s Meer, eigener Tauchschule nebenan, großem Sonnendeck, fern ab vom Lärm der Straße und ca 18€ für ein Doppelzimmer mit Ventilator war das Sea Dive Resort eine super Wahl.

Moalboal: Blue Orchid Resort
Unser kleines privates Paradies! Hier findet man keine Touristen, keine Hutverkäufer und keine Cafés. Der Strand war immer ziemlich einsam und somit das komplette Kontrastprogramm zu unserem vorherigen Aufenthalt in Boracay. Im Blue Orchid hat uns dafür jeden Morgen der Ausblick auf einen komplett leeren traumhaft weißen Strand, glasklares Wasser und eine frische Brise erwartet. Die Küche war wirklich sagenhaft und sehr vegan freundlich. Jeden Morgen gab es einen leckeren Obstsalat und Nachmittags ein tolles Curry.
Im Resort gibt es auch jeden Tag die Möglichkeit, mit dem Boot rauszufahren und entweder zu tauchen oder zu schnorcheln. Julia und ich waren bei einem Trip dabei und haben traumhafte Sardinienschwärme und wirklich wunderschöne Korallenriffe gesehen. Ein echter Geheimtipp!

Bohol: Bohol Coco Farm 
Eine echte Herzensempfehlung von mir! Auf dem Gelände des Hostels sind viele kleine Bambushütten verteilt, die man als Unterkunft buchen kann. Außerdem finden sich überall gemütliche Hängematten, die Besitzer bauen ihr eigenes Obst und Gemüse an und kochen damit die tollsten (veganen und vegetarischen) Speisen. Alles ist Bio und es wird sehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Jeden Tag werden auch Touren angeboten und organisiert und das Personal war immer unglaulich freundlich und hilfreich. Hier wäre ich echt gerne noch länger geblieben!
Ein Bett im Gemeinschaftszimmer kostet hier 7€, eine Bambushütte für 2 Personen 20€ / Nacht. Frühstück inklusive!

WIE IST DAS MIT DEM ESSEN?


Die philippinische Küche ist vor allem eines: fleischlastig. Es wird sehr viel Schwein und Rind gegessen, dazu natürlich immer Reis und ein bisschen Gemüse. Im Vergleich zu z.B. Thailand wird auch viel mehr Fastfood angeboten. Traditionelles Frühstück kann genauso aussehen, wie Mittag- und Abendessen (Fleisch, Reis und ein bisschen Gemüse).
Das mag jetzt alles nicht so toll klingen, aber es kommt natürlich auch darauf an, was für Ansprüche man hat. Jeder war immer sehr hilfsbereit, uns vegane Speisen anzubieten und interessiert an der Ernährungsweise. Ich persönlich habe auch kein Problem damit, Obstsalat zu frühstücken (das Obst ist nämlich ein Traum! So viel besser, als in Europa!) oder blanken Reis und Gemüse mit ein wenig Obst zu Mittag zu essen. Im Gegenteil, ich liebe solch einfache Gerichte. Hin und wieder haben wir auch ein vegetarisches Restaurant gefunden oder Veggie-Burger, die man veganizen konnte.
Dennoch muss ich sagen, dass Thailand im Vergleich eine weitaus bessere und abwechslungsreichere Auswahl an Gerichten bietet, für Veganer und Nicht-Veganer.

Weil viele von euch nach Preisen gefragt haben, hier mal ein paar Beispiele:
Eine 1,5L Wasserflasche im Supermarkt: ~ 50ct
Ein mittlerer Sojalatte bei Starbucks: ~3€
Ein vegetarisches Hauptgericht (z.B. Reis mit Gemüsecurry): 2 – 5€ (je nachdem, wo man Essen gehen will)
Das Kilo Mangos: zwischen 90ct und 2€





WIE WAR DAS WETTER?


Vor der Reise hatte ich von vielen Seiten gehört, dass der August wegen Taifunen und Regenzeit ja nun wirklich kein guter Monat wäre, um nach Südostasien zu fliegen. Letztendlich war das alles aber gar nicht so wild, denn hatten eigentlich immer super Wetter.
In Manila sind wir einmal in den heftigsten Regen geraten, den ich je erlebt habe. Es ist, als würde jemand 20 Eimer Wasser über dir ausleeren, dau kannst nicht atmen, nichts sehen und dich auch nicht wirklich vorwärts bewegen. Das war irgendwie schon wieder eine coole Erfahrung. 😀
Manchmal hat es nachts geregnet oder war ein wenig bewölkt, es war aber nie so, dass wegen des Wetters keine Boote gefahren wären oder wir Trips hätten cancelen müssen.

UND ZUM SCHLUSS EIN PAAR ALLROUNDER-TIPPS

  • wenn ihr am Flughafen in Manila ankommt, stellt euch unbedingt in die Schlange für ein reguläres Taxi! Nehmt auf keinen Fall ein Auto ohne Taxometer! Julia und ich wurden dank Übermüdung und Fieber ziemlich abgezogen und haben einfach das 10-fache des eigentlichen Preises gezahlt. Nach müde kommt wirklich dumm. Autsch.
  • Vorsicht, wenn ihr Seifen und Bodylotionen kauft! Da viele Menschen auf den Philippinen gerne hellere Haut möchten, sind diese oft Bleichmitteln. Wäre uns auch fast passiert. 😀
  • Wie bei eigentlich jeder Reise versuche ich, wenigstens ein paar wenige Wörter in der Landessprache zu lernen. Einheimische freuen sich und wissen das oft sehr zu schätzen!
  • Wenn ich einen Smoothie bestellt habe, habe ich immer extra „without sugar“ geordert, da in den meisten Fällen Sirup hinzugegeben wird. Total unnötig, so lecker, wie das Obst dort schmeckt 🙂
  • Nehmt euch ein Trycicle! Ein wenig laut und holprig, aber auch eine coole Erfahrung.
  • Wasser ohne Eiswürfel bestellen! Diese werden häufig aus Leitungswasser gemacht, in welchem oft Keime sind, welche das westliche Immunsystem schnell umhauen können.
  • Geht Island Hopping! So sieht man viel an einem Tag und ist oft mit einer lustigen Truppe an Leuten unterwegs. Hier lohnt es sich auch erst mehrere Tourangebote einzuholen, da sie sich preislich oft stark unterscheiden, ohne, dass manche groß interessanter wären.
  • Wenn möglich, nehmt eine Go-Pro mit! Wir haben es so bereut, keine dabei gehabt zu haben, allein schon um das klare Wasser für ein paar coole Shots auszunutzen.
  • Wir haben die berühmten Walhaie in Moalboal ausgelassen und vielleicht denkt der ein oder andere, der dorthin reist, auch darüber nach. Erstens, weil uns berichtet wurde, dass es ziemlich an Massenabfertigung erinnert, wenn 30 Boote im Wasser sind und jeder mit seinem Selfiestick versucht, ein Foto mit den Tieren zu machen. Zweitens aus ethischen Gründen. Die Tiere werden zwar „nur“ durch Fütterung angelockt, aber so entwöhnen sie sich auch aus ihrem natürlichen Lebensraum, sind großem Stress ausgesetzt und deshalb setzen sich vor Ort auch schon Menschen dafür ein, dem ganzen ein Ende zu setzen.
  • Smile! An meinem ersten Tag in Manila war ich echt etwas überfordert damit, wie viele Leute mich angequatscht haben, Fotos mit mir machen wollten oder Kindern, die meine blonden Haare anfassen wollten. Das hätte ich gerade in der Hauptstadt nicht erwartet. Aber: man sieht mit hellerer Haut und Haaren einfach nach Exot aus und ein „hey pretty lady“ ist nicht gleich ein doofer Anmachspruch, sondern einfach nur nett gemeint. Deshalb: lächeln, zurückgrüßen und weitergehen.

Das war’s! Ganz schön viel zu lesen und Respekt, falls du den Beitrag bis hierher gelesen hast. An alle, die immer noch überlegen, einen Flug auf die Philippinen zu buchen: tut es! Und falls ihr nach dem Artikel noch Fragen habt, stellt diese gerne in den Kommentaren, damit auch andere die Antworten lesen können. 🙂

Ich wünsche euch noch einen ganz tollen Sonntag :*

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