MY YEAR 2015 – REVIEW

In den letzten drei Tagen …

habe ich sicherlich 7
Jahresrueckblicksposts gelesen, mir Videos auf YouTube angesehen und das
schreiben meines eigenen Rueckblicks immer wieder aufgeschoben. “Macht ja eh
jeder” , “Mein Jahr war nicht so spannend wie das anderer” … bla, bla, bla.

Jetzt liege ich hier im Bett mit Waermflasche an meinen
Fuessen, es ist 0:15 Uhr des 2. Januar 2016 und da ich einfach ein Mench bin,
der gerne Dinge aufschiebt aber dann doch nie lassen kann, wird eben doch immer
alles nachts gemacht. Schade, lieber Schlaf.

2015 war fuer mich das erste volle Jahr in dem ich wieder in
Deutschland gewohnt hab. In diesen 365 Tagen habe ich mein Herz ganz weit
aufgemacht, hab so viel reingelassen und mitgenommen wie nur moeglich und … ich
lebe noch. 2015 war mein Jahr der offenen Arme, der neuen Erfahrungen, der
fuerchterlichsten Traenen, des groessten Drama und des heftisten Pochens in
meiner Brust wenn sich dort einfach zu viel Glueck angesammelt hat, als dass
ich es ertragen koennte.

Ich hab mein Herz aufgemacht, vor allem fuer Berlin. Und was
soll ich sagen. Ich bin nicht enttaeuscht worden. Waehrend ich letztes Jahr im
Januar noch die war, die immer als erste von der Party nach Hause gefahren ist,
die nicht mit beim Mexikaner spaet essen war und die um 6 Uhr morgens auf dem
Spinningrad anstatt in der S-Bahn zum Club sass, hat mich der vergangene Sommer
einfach gepackt und mitgenommen. Mit dorthin, wo ich wieder ein Stueck weit zu
mir selbt gefunden habe, mutiger und auch gluecklicher wurde. Mein erster Sommer
in Berlin war so unvergesslich, dass ich den naechsten wirklich nicht abwarten
kann!

Ich bereue keinen einzigen Sonnenaufgang den ich verschwitzt
und uebermuedet vom Tanzen an der Spree sitzend gesehen habe. Keine Nacht in
der wir nach stundenlangen Gespraechen um 5 Uhr beschliessen doch noch tanzen
zu gehen. Und keinen Nachmittag den ich voellig kaputt aber zugleich unheimlich
gluecklich auf einer Decke liegend im Park verbracht habe. Ich danke dir Berlin
– danke, wirklich!

Nicht nur fuer diese Stadt hab ich mein Herz aufgemacht,
sondern habe ich endlich damit aufgehoert mein Hobby fuer’s Bloggen, Videos
kreiren und Fotos machen zu verstecken und klein zu reden. Ich bin stolz auf
das was ich mir im letzten Jahr aufgebaut habe. Es ist schoen zu wissen, dass
man viele Menschen erreichen kann mit dem was man tut. Und wer weiss,
vielleicht kann ich ja bei der ein oder anderen Person einen schoenen Gedanken
hinterlassen. Das ist eigentlich schon alles was ich mir jemals erhofft habe.

Im Oktober, also gerade mal vor zwei Monaten habe ich mich
dazu entschlossen neben meinem Instagram und YouTube auch diesen Blog hier zu
starten. Es sollte ein kleiner Schritt in Richtung Professionalitaet warden,
etwas festeres und bestaendigeres als einfach nur ein Instagram Profil, das von
einem Tag auf den anderen verschwinden koennte. Ich liebe es zu schreiben und
ein Blog bietet mir nochmal ganz andere Moeglichkeiten mich selbst
auszudruecken, Kreativitaet zu zeigen und meinem Irrsinn ein wenig Auslauf zu
lassen. 😉

Auch im neuen Jahr moechte ich noch mehr in die persoenliche Richtung gehen, weg vom reinen Foodblogging. melinamandarini.com ist etwas an dem ich im naechsten Jahr noch viel
mehr und zielstrebiger arbeiten werde. Nicht zuletzt auch weil ich schon vom
ersten Monat an das Glueck hatte nicht nur tolle Leser zu haben, sondern auch dass
ich auf ein paar schoene Events eingelaen wurde und mit wirklich klasse Firmen
kooperieren durfte, die ich selbst ewig angehimmelt habe und wovon ich immer kaum
glauben kann, mit so jemand (fuer mich) Grossem zusammenarbeiten zu koennen.
Das naechste Jahr wird spannend – lasst euch ueberraschen!

2015 habe ich so viel ueber mich selbst gelernt: wie stark
ich wirklich sein kann, was fuer eine gute Freundin ich anderen sein will und
eine der wichtigsten Lessons war wohl wirklich: dass ich auch mal loslassen
muss und es nicht meine Schuld ist, wenn andere nicht wissen wie man ein guter
Freund ist. Dass es nicht jeder unbedingt gut mit mir meint. Dass Ehrlichkeit eben doch am laengsten waehrt und dass ich vor
allem mit mir selbst im Reinen sein muss.

Etwas, das 2015 stark vom vorherigen Jahr abhebt war sicherlich auch meine Gesundheit. Im Vergleich zum Jahr davor war ich viel oefter mal krank, hatte eine Magenverstimmung, Erkaeltung, eine Muskelzerrung, eine 3 Tages-Grippe oder im Urlaub auch eine Darmentzuendung. Dass das alles nicht so gelaufen waere, wenn ich mal oefter stillgesessen waere, nicht verschwitzt im Aussenbereich eines Clubs rumtanzt haette, frueher ins Bett gegangen und mehr Gruenzeug gegessen haette ist mir klar. Allerdings habe ich in den letzten 12 Monaten auch gelernt, wie wichtig es ist, dass mein Kopf gesund ist. Dass es in Ordnung ist mal mehr als einen Tag pro Woche keinen Sport zu machen, dass ich auch mal weniger als 8 Stunden schlafen kann, dass ich auch um 2 Uhr nachts noch Pommes essen darf (und nein, die waren nicht ohne Oel im Ofen gebacken sonder schoen frittiert vom Tuerken um die Ecke) und dass ich nicht unter 10% Fett am Tag und nur Bananen mit Spinat essen muss um gluecklich und gesund zu sein. Ich liebe Tahini, ich liebe Sushi, ich liebe Fallafel und ich liebe es meinen Kopf auszumachen und einfach mal zu geniessen (solange es vegan ist), keine Angst vor zu viel Fett und zu wenig Sport haben zu muessen – weil es einfach nicht das ist, was zeaehlt. Was zeahlt im Leben ist mein Charakter und was ich dieser Welt zu geben habe und nicht meine Ernaehrungsweise. 

Punkt.

Im Vergleich zum Jahr zuvor bin ich 2014 wohl recht wenig
gereist. Aber es waren unfassbar schoene und unvergessliche Momente dabei.
Angefangen mit Maerz den ich ganz alleine in Tailand verbracht habe: ich hab’s
schon oft gesagt und ich sage es gerne wieder: alleine reisen hat einfach was.
Ich hab in diesen 4 Wochen so viele Menschen kennengelernt, Einsamkeit
ueberwunden und bin des oefteren ueber mich selbst hinausgewachsen. Die
Straende, die Menschen, das Essen, die Berge und das alleine im Krankenhaus
liegen und mit einer Bakterieninfektion kaempfen.. na gut, eine Erfahrung davon
koennte ich auch streichen. Dennoch bin ich alles in allem mehr als dankbar
fuer diese unglaubliche Reise, die das Jahr einlaeuten sollte.

Auf Thailand sollte dann auch bald ein paar Male in
Amsterdam folgen, sowie Hamburg, Duesseldorf, Bremen, mein erstes Mal in Wien und Ende Oktober ein
Urlaub gemeinsam mit meinen Eltern und meinem Cousin nach Lissabon. Noch einmal
die salzige Luft am Atlantik einatmen, ein wenig Vitamin D tanken und die
portugiesische Gelassenheit mitzunehmen war genau das, was ich gebraucht hatte:
einen ordentlichen Energieschub bevor ich meinen neuen Job starten wuerde,
nachdem ich im Oktober mein duales („Traum“-) Studium nach einem Semester hingeschmissen
hatte.

Ueber die ganze Studiensache hatte ich ja in diesem Post im
November schon einmal geschrieben. Und auch wenn ich fast taeglich gefragt
werde: “Melina, was machst du den jetzt eigentlich? Ist das ein Job neben dem
Studium? Und wann hast du dann endlich deinen Bachelor? (…) kann ich darauf
weiterhin nur antworten: ich habe keinen blassen Schimmer. Manchmal habe ich
das Gefuehl ich bin viel zu vielseitig um mich wirklich fuer ein Studium
festlegen zu koennen. Ich schreibe gerne und ich zeichne gerne, ich liebe es
Sport zu machen, dann bin ich aber auch wieder eine gute Zuhoererin. Ich liebe
Mode und ich liebe alles was mit To-Do-Listen und Zeitmanagement zu tun hat.
Ich finde Marketing genauso interessant wie Psychologie und wenn ich wahrend
ich telefoniere wieder mal Kleidchen kritzele und an Stiefeletten denke, dann
koennte ich mir auch vorstellen mal die Modesparte einzuschlagen. Und in der
naechsten Minute bin ich mir wieder ganz sicher, dass ich fuer all das weder
das Talent, noch die noetigen Faehigkeiten entwickeln oder die Ausdauer haben
kann. Ihr seht schon, es ist kein leichtes Thema fuer mich. Alles was ich tun
kann ist wohl, auch 2016 meine Arme weit offen zu lassen, meinen Kopf bereit
fuer neue Ideen und den Sprung dann doch wieder zu wagen – auf die Gefahr hin
erneut auf der Nase zu landen.

Nun aber zu guter Letzt zu dem fuer mich wohl schoensten und
wichtigsten Teil. In den vergangenen 12 Monaten habe ich so viele wunderbare
Menschen kennenlernen duerfen, so viele tolle Persoenlichkeiten die ich heute
zu meinen Freunden zaehlen darf, dass es mir fast unheimlich ist wie viel
Glueck man eigentlich haben kann.

Angefangen damit, dass ich im Mai diesen Jahres zum ersten
Mal ein Picknick fuer mir bis dahin wildfremde Menschen veranstaltet habe,
woraus letztendlich insgesamt 5 Picknicks ueber den Sommer verteilt wurden
– gefolgt davon was fuer inspirierende und liebe Menschen ich dadurch getroffen
habe und (wie sich im Nachhinein herausgestellt hat) wie viele Leute sich
dadurch kennengelernt haben und enge Freundschaften entstanden sind. Im Ernst,
wie cool ist das bitte?! Manchmal muss man sich wohl doch einfach mal trauen
und sich mit Fremden auf eine Picknickdecke im Park setzen. Es lohnt sich. 😉

Auf einem dieser Picknicks habe ich auch einen ganz lieben
Menschen getroffen: die liebe Kim! So ungefaehr der gelassenste und coolste
Mensch den ich hier bis jetzt kennengelernt habe. Kim und ich teilen nicht nur
eine Schwaeche fuer Bananeneis, veganes Sushi und Tierschutzdokus, sondern auch
die zum Techno, Glitzerglitzer-Sneaker und laaaangen Gespraechen bei Starbucks.
Meine Liebe, ich hoffe, dass wir uns im neuen Jahr wieder genauso viel sehen
wie im letzten Sommer, am liebsten aber noch zehn mal oefter!

Noch jemand, der 2015 neu in mein Leben getreten ist, ist mein Namenszwilling Melina! Lustigerweise war ihr Instagram Account damals der Grund weshalb ich mir einen zweiten zugelegt habe, um bei einer ihrer Challenges mitmachen zu koennen und nicht meine Freunde damit nerven zu muessen. Meloni, ich bin so froh, dass wir uns nach langer Funkstille im Oktober wieder getroffen haben und dann auf einmal SO viel Zeit miteinander verbracht, so viel gelacht, gegessen, Fotos gemacht und gequatscht haben – danke dir dafuer!

Last but not least danke ich 2015 vor allem fuer einen Menschen: Jil! Nachdem wir uns fast ein Jahr lang Sprachnachrichten geschickt und geskypt haben, durfte ich diesen Engel im Januar zum ersten Mal im real life treffen. Unserem ersten Date in Berlin folgten Besuche in Lueneburg, die ein oder andere durchtanzte Nacht, Sushi ueber Sushi ueber Ingwertee und endlosen Gespraechen, Picknicks, unsere gemeinsame Zeit in Thailand, lange Naechte in Berlin, wo ich auch ihren Geburtstag mit ihr feiern durfte, endlose Telefonate und sicherlich insgesamt 10 Stunden Sprachnachricht-Material. Danke dir fuer alles! Ich hab wirklich noch nie jemanden getroffen mit dem ich SO viel gemeinsam hab, den ich so schnell in mein Herz schliessen konnte und ich bin so unglaublich froh dich meine Freundin nennen zu koennen. Bis naechste Woche, Babe! :*

An alle anderen,ueber die ich keinen ellenlangen Text geschrieben habe (Lena, Jana, Thea, Lara, Mary, Lara #2 und und und …) : Ihr wisst wer ihr seid und zwar – die besten! 🙂

Und zu guter letzt danke ich EUCH! Du, der oder die das gerade liest: ihr seid unglaublich! Danke fuer all die Unterstuetzung, fuer die lieben Mails, Snaps, Ratschlaege, Kommentare, dafuer, dass ihr bei meinen Picknicks erschienen seid, was auch immer – danke, danke, danke! Ohne euch haette ich wohl schon laengst aufgehoert mein liebsten Hobby zu verfolgen, haette keine Meet-Ups veranstaltet, haette keine so tollen Tipps fuer jede Stadt die ich bereist habe bekommen, haette ich niemals so einen tollen Job bekommen oder so liebe Menschen kennengelernt. Ich danke euch von ganzem Herzen fuer ALLES und sende euch die festeste Umarmung die ihr euch vorstellen koennt. 

Das war also mein Jahr 2015. Wie ihr mich kennt, kann ich mich einfach nie kurz halten und ich hoffe, euch mit meinen Worten irgendetwas mitgeben zu koennen oder einfach nur ein Laecheln auf die Lippen zaubern zu duerfen. Auf weitere 366 Tage. Ich kann’s kaum erwarten! 🙂

Einen ganz ganz dicken Kuss an euch,

Melina x

8 Kommentare

  1. Lena Stephan
    2. Januar 2016 / 7:07 pm

    Das war ja spicy

  2. Anna.kubu
    2. Januar 2016 / 8:58 pm

    Das war ja spicy 😀

  3. Anonym
    8. Januar 2016 / 10:04 pm

    Ich wusste gar nicht das du alleine in Thailand warst! Wie ist das so alleine ? Ich überlege auch alleine zu fahren wohin weiß ich nicht aber ich möchte raus ! Nur hat keiner meiner Freunde Zeit oder Geld 😀 würde mich über deine Erfahrung freuen kann ich dir vielleicht auch privat schreiben :)?

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